ich dachte, ich wäre tot

Filmplakat: ich dachte, ich wäre tot

Jurybegründung

Der Bewertungsausschuss hat mit 4:0 Stimmen das Prädikat "Besonders wertvoll" erteilt.



Zur Begründung wurde angeführt, dass dieser Erstlingsfilm in der Verwendung seiner Mittel eine treffsichere Darstellung jener Verletzlichkeit biete, die für die Pubertät kennzeichnend sei, und dass er darüber hinaus den Kampf mit der bürgerlichen Idylle als Form jugendlicher Rebelliom und Revolution darstelle. Der Film vermeide eine psychologisch ausgefeilte Darstellung und verpflichte dadurch den Zuschauer, den Zusammenhang zwischen den fragmentarisch wiedergegebenen Szenen, sich zu erarbeiten. Dies zeige sich besonders darin, dass die Dialoge auf Einleitungen und (spielfilmartige) abgeschlossene Ausführung der jeweiligen Problematik verzichten und dadurch den Betrachter zwingen, die jeweils aufeinander bezogenen und beziehbaren Äußerungen miteinander zu verknüpfen. Ähnliches gelte für die Bildgestaltung, die nicht in ausgewogenen Bildern eine vollständige Geschichte erzähle, sondern in absichtlich bruchstückhaften, verfremdeten Fragmenten die Frage nach Zusammenhängen und Hintergründen provoziert.



Da dieses Fragmentarische den Stoff wie die Gestaltung durchgehend bestimmt, ist im Hinblick auf den zeitkritischen Gehalt und die Einheit der Gestaltungsmomente das höchste Prädikat erteilt worden.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Kategorie:Spielfilm
Regie:Wolf Gremm
Darsteller:I Sa Lo; Alexander Bzik; u. a.
Kamera:David Slama
Schnitt:Dorothee Gerlach
Musik:Peter Schirmann
FSK:16

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Der Bewertungsausschuss hat mit 4:0 Stimmen das Prädikat "Besonders wertvoll" erteilt.

Zur Begründung wurde angeführt, dass dieser Erstlingsfilm in der Verwendung seiner Mittel eine treffsichere Darstellung jener Verletzlichkeit biete, die für die Pubertät kennzeichnend sei, und dass er darüber hinaus den Kampf mit der bürgerlichen Idylle als Form jugendlicher Rebelliom und Revolution darstelle. Der Film vermeide eine psychologisch ausgefeilte Darstellung und verpflichte dadurch den Zuschauer, den Zusammenhang zwischen den fragmentarisch wiedergegebenen Szenen, sich zu erarbeiten. Dies zeige sich besonders darin, dass die Dialoge auf Einleitungen und (spielfilmartige) abgeschlossene Ausführung der jeweiligen Problematik verzichten und dadurch den Betrachter zwingen, die jeweils aufeinander bezogenen und beziehbaren Äußerungen miteinander zu verknüpfen. Ähnliches gelte für die Bildgestaltung, die nicht in ausgewogenen Bildern eine vollständige Geschichte erzähle, sondern in absichtlich bruchstückhaften, verfremdeten Fragmenten die Frage nach Zusammenhängen und Hintergründen provoziert.

Da dieses Fragmentarische den Stoff wie die Gestaltung durchgehend bestimmt, ist im Hinblick auf den zeitkritischen Gehalt und die Einheit der Gestaltungsmomente das höchste Prädikat erteilt worden.