Kurzbeschreibung

Mit klassischem Look und experimentellen Perspektiven, entführt “Wild Eyes” in die düstere Welt des blinden Mädchens Kitana. Durch ihre Augen erleben wir wieder sehen zu können und stellen fest, wie groß das Opfer dafür war.
Ein 2D animierter Kurzfilm über Schuld und Freundschaft.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Kurzfilm
Regie:Nina Prange
Darsteller:Lea van Acken; Roeland Fernhout; Luana Blues; Johanna Schmidt
Drehbuch:Yaël Brunnert
Schnitt:Elena Schmidt; Alex Schuster
Musik:Bernhard Blix
Webseite:ninaprange.de;
Länge:5 Minuten
Verleih:Filmakademie Baden-Württemberg
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH
Förderer:Filmakademie Baden-Württemberg

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Das Mädchen Kitana ist blind und lebt auf der Straße. Ihr einziger Freund ist eine Ratte, die ihr treu zur Seite steht. Doch dann taucht eines Tages ein Professor für Augenheilkunde bei ihr auf und verspricht dem verzweifelten Kind, dessen Augenlicht wiederherzustellen. Doch der Preis, den Kitana für die Heilung zahlen muss, ist hoch, denn ohne es zu wissen, hat sie das geopfert, was ihr am meisten am Herzen liegt.

Mit klarem, reduziertem Strich, der Anleihen an klassischen japanischen Animefilmen nimmt, entwirft WILD EYES eine ebenso bizarre wie vertraute und in sich stimmige Welt, in der es auf einfache, aber doch komplexe Weise um Themen wie Freundschaft und Schuld geht. Und darum, dass man manchmal - auch wenn gar nicht beabsichtigt - einen hohen Preis zahlen muss für das, was man sich wünscht. Eben weil man es nicht kommen sieht.

Sehenswert sind dabei vor allem die kurzen Szenen, in denen der Film eindrucksvoll aus der Sicht des Mädchens gewissermaßen ihre visuellen Vorstellungen in Bilder fasst, die sie sich von ihrem Gegenüber macht, wenn jemand mit ihr spricht. Überhaupt ist es beachtlich, wie Nina Prange mit wenigen Details, aber sehr präzisen Bildern, die nicht nur ungeheuer atmosphärisch sind, sondern eben auch sich auf sparsam-pointierte Weise den verschiedenen Erzählwelten anpassen, eine Welt zu erschaffen versteht, die einen sofort in ihren Bann zieht.

Ein überzeugender Film, der Leichtigkeit und Tiefe auf kluge Weise miteinander verbindet und das in etwas mehr als fünf Minuten