Filmplakat: Umbra

FBW-Pressetext

Natur erscheint durch Licht, Farbe und Form. Im Spiel der Elemente entstehen Eindrücke, die faszinierend, beruhigend oder verstörend wirken können. Eindrücke, die körperlich erschüttern und Eindrücke, die einen Sog ausüben. In ihrem experimentellen Kurzdokumentarfilm UMBRA montieren die Filmemacher Johannes Krell und Florian Fischer Bilder, die genau diese Wirkung erzielen. Ob es nun ein flirrendes Licht, das Rauschen der Blätter oder eine Bewegung Unterwasser ist: Dank eines durchdachten Sound- und Musikkonzeptes und einer gut gesetzten Montage, die die volle Wirkung der Bilder ausschöpft, entsteht ein Film, der in sich selbst ruht und auf den Zuschauer mit einer Länge von 20 Minuten meditativ und kraftvoll zugleich einwirkt. Das ist assoziative Kurzfilmkunst.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Dokumentarfilm; Experimentalfilm; Kurzfilm
Regie:Florian Fischer; Johannes Krell
Drehbuch:Florian Fischer; Johannes Krell
Kamera:Florian Fischer; Johannes Krell
Schnitt:Florian Fischer; Johannes Krell
Musik:Alexander Schmidt
Länge:20 Minuten
Produktion: RosenPictures Filmproduktion GbR Ray Peter Maletzki, Kunsthochschule für Medien Köln
Förderer:BKM; Filmstiftung NRW; MDM

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Die Natur und die Elemente im Bild einer Filmkamera - auf der Suche nach optischen Erscheinungen der besonderen Art. Und auch dieser Film ist als Experiment eine solche Erscheinung der besonderen Art.
Lichtspiele, Projektionen, Schattenwürfe, tanzende Blätter im Wind, geheimnisvolle Bilder voller Schönheit. Eine großartige Kameraführung im Mikro- wie im Makrokosmos zeichnet diesen Film aus. Der Phantasie des Zuschauers wird viel Raum gelassen, ja es ist sozusagen Programm, den Betrachter vor ein Rätsel nach dem anderen zu stellen. Ein Ratespiel, das manchmal sehr lang auf seine dann auch überraschende Auflösung warten lässt. Dramaturgisch nicht immer ganz stringent, was vielleicht auch mit der Montage zu erklären ist, macht es der Film dem Zuschauer nicht leicht. Man wird hin-und her gerissen zwischen Bildern, die sich erklären lassen und solchen, die unerklärt bleiben. Viel Zeit lässt sich der Film bei diesem Spiel der Entschlüsselungen: Und genau das ist die Langsamkeit der Kunst.