Trio - Cybergold

VÖ-Datum: 22.01.16
2015
Filmplakat: Trio - Cybergold

FBW-Pressetext

Eigentlich wollte Lars nur auf eine Gaming-Convention fahren und sich mit seinem Chat-Freund „Mitnik“ treffen. Doch auf dem Weg dorthin erfahren Lars und sein Vater über die Nachrichten, dass ein Hacker namens „Ramrun“ sich in Norwegens Cyber-Verteidigungsnetzwerk eingehackt hat. Er fordert 650 Millionen Kronen. Falls er das Geld nicht erhält, droht er damit, Norwegen komplett lahmzulegen. Sofort kontaktiert Lars seine Freunde Nora und Simon. Die drei wollen herausfinden, wer sich hinter „Ramrun“ verbirgt. Doch die Zeit läuft unerbittlich ab. Und dann gehört plötzlich sogar Lars‘ Vater zu den Hauptverdächtigen. Können die drei Freunde ihn und Norwegen retten? Die erste Staffel der Kinder- und Jugendserie TRIO war sowohl in Norwegen als auch im deutschen Fernsehen ein voller Erfolg. In insgesamt 10 neuen Episoden müssen Nora, Lars und Simon nun auf die Spur eines geheimnisvollen Hackers kommen. Und um dies zu leisten, stehen den drei jede Menge technisches Equipment und Talent zur Verfügung. Lars, der im Rollstuhl sitzt, ist der Technikfreak, der sich besser mit Computern auskennt als jeder Erwachsene. Simon ist der Luftikus, der immer für einen flotten Spruch zu haben ist, und Nora ist ein mutiges und emanzipiertes Mädchen, das immer die erste ist, wenn es darum geht, gefährliche Nacht- und Nebelaktionen zu unternehmen oder Schwächere zu verteidigen. Komplettiert wird das starke Ensemble von Eltern- und Großelternfiguren und natürlich von „Mitnik“, hinter dessen Benutzername sich ein Mädchen namens Emma verbirgt, die ein ebensolches Computertalent ist wie Lars. Neben der spannenden Geschichte, die mit vielen gut gesetzten Cliffhangern über alle Folgen erzählt wird, gibt es noch andere Handlungsstränge, die dynamisch in die Geschichte eingebettet werden. TRIO behandelt geschickt die Alltagswelt der Kinder und Jugendlichen, indem immer wieder für die Zielgruppe relevante Themen behandelt werden. Ob Mobbing in der Schule, ein Mädchen, deren Asylantrag abgewiesen wurde, oder Probleme mit den Eltern – all diese Themen erhalten genügend Handlungsraum, ohne zu komplex zu sein. Zudem wird nie der rote Faden der spannenden Hauptgeschichte fallengelassen, bis hin zum Nervenkitzel-Showdown. Das Trio selbst ist fabelhaft gecastet, die Figuren dienen in ihrer Unterschiedlichkeit und mit all ihren Stärken und Schwächen zur Identifikation für die Zielgruppe. Zusammenhalt, Loyalität und Freundschaft ziehen sich wie ein roter Faden als Botschaft durch alle Folgen. TRIO – CYBERGOLD ist Fernsehunterhaltung für junges Publikum auf höchstem Niveau, mit großartigen Bildern der norwegischen Landschaft, einer zeitgemäßen und spannenden Story, überzeugenden Darstellern und vielen kleinen genialen Einfällen. Hoher Suchtfaktor garantiert!
Prädikat besonders wertvoll

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Filminfos

Gattung:Kinderfilm; TV Serie
Regie:Margret Bergheim
Darsteller:Naomi Hasselberg Thorsrud; Oskar Lindquist; Bjørnar Lysfoss Hagesveen; Fransziska Tørnquist
Drehbuch:Morten Hovland; Trond Morten Venaasen
Kamera:Patrik Säfström
Schnitt:Lars Apneseth
Musik:Sindre Hotvedt; Stein Berge Svendsen
Webseite:nordicstories.no;
Länge:250 Minuten
VÖ-Datum:22.01.2016
Verleih:MFA
Produktion: NordicStories, NRK (Nordvisjon); NDR (KinderKanal); NFI, FILM 3; Skjåk Kommune;
BD EAN-Nummer:4048317470792
DVD EAN-Nummer:4048317370795
Anbieter-Link:mfa-film.de

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Nach einem nordisch-mythologischen Stoff in der ersten Staffel („Odins Gold“), geht es in der zweiten Staffel der norwegischen Kinder- und Jugendserie um die Welt des Internets. Die drei Hauptfiguren Nora, Simon und Lars werden in einen Hacker-Angriff auf Norwegen verwickelt.
Erzählt wird eine Geschichte, die sich kontinuierlich von Folge zu Folge weiterentwickelt. Zugleich findet sich in jeder Folge ein weiterer abgeschlossener Handlungsstrang. Diese Mischung aus Fortsetzungsserie und Episodenserie ist sehr ausgewogen aufgebaut. Dramaturgisch überzeugend wird zwischen den Handlungssträngen gewechselt bzw. werden diese miteinander verzahnt. Im Haupthandlungsstrang wird eine enorme Spannung auf den Verlauf entwickelt. Als Zuschauer will man unbedingt wissen, wie es weiter geht. Darüber hinaus gelingt es der Serie auch noch, über die familiären Verhältnisse der drei Protagonisten und dort stattfindende Probleme zu erzählen und das in etwas mehr als 20 Minuten pro Folge.
Getragen wird die Geschichte von den überzeugenden Darstellerinnen und Darstellern. Dies gilt vor allem für das Trio. Dass Nora dunkelhäutig und Lars gelähmt ist und im Rollstuhl sitzt, erscheint zunächst etwas übertrieben pädagogisierend, doch wird damit geschickt umgegangen. So beherrscht Lars die digitalen Medien wie kein anderer – ohne dass er als Nerd inszeniert wird. Damit wird er zur prädestinierten Figur für die Bekämpfung des Hacker-Angriffs. Auch hier wird in Kategorien des Gender-Mainstreaming gedacht, indem Lars eine deutsche Chat-Freundin hat, deren Wissen um die Verwendung der digitalen Medien ebenfalls beachtlich ist. Nora wiederum ist ein Mädchen, das Abenteuerlust mit der Fähigkeit, einen kühlen Kopf zu bewahren vereint. Sehr erfreulich ist auch die Darstellung der Erwachsenen, die ernsthaft und realistisch gezeichnet sind und gespielt werden.
TRIO - CYBERGOLD vereint die skandinavische Kunst des Kinder- und Jugendfilms mit einem Gespür für serielles Erzählen.