Polenstrich

Filmplakat: Polenstrich

Kurzbeschreibung

Die Geschichte eines jungen mittellosen Polen in Deutschland, der mit Neid und Vorurteilen kämpft und doch später Empathie und Versöhnung findet.
Prädikat wertvoll

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

POLENSTRICH erzählt die Geschichte des jungen polnischen Mannes Damian, dem es nicht gelingt, in Deutschland Fuß zu fassen. Er lebt mit seiner tablettensüchtigen Mutter zusammen und hält sich mit illegalen Gelegenheitsjobs gerade so über Wasser. Sein Arbeitgeber würde ihm gerne helfen, doch auch ihm scheinen die Hände gebunden. Die beiden Männer vereint offenbar die Abhängigkeit von einer autoritären Vaterfigur. Den Polenstrich in Frankfurt/Main gibt es schon seit Jahrzehnten. Männer aus Osteuropa stehen am Straßenrand und bieten sich als Schwarzarbeiter an. Dass diese skandalösen Verhältnisse schon so lange existieren, ist ein Skandal. Und es ist wichtig, dass Filme wie POLENSTRICH dies weiterhin zum Thema machen. Die Regisseurin Adrianna Amra Bartosiewicz und ihr Team versuchen, diese Szene möglichst authentisch als eine Momentaufnahme im Leben des Protagonisten darzustellen. Mit einer konsequent umgesetzten dokumentarischen Ästhetik und einem starken und überzeugend verkörperten Protagonisten ist nach Ansicht der Jury ein Film entstanden, der das Publikum zu packen vermag. Von der technischen Umsetzung war die Jury nicht ganz überzeugt. Die Dialoge sind trotz der Authentizität in der Darstellung inszenatorisch nicht immer gelungen. Sie hätten, so die Jury, an der einen oder anderen Stelle gekürzt werden können, die vorhandene Präsenz der Laiendarsteller hätte auf diese Weise dazu gewonnen. Insbesondere bei den Dialogen fiel der Jury ein weiteres Manko auf: die Tonqualität. Mehrere Dialogpassagen sind kaum zu verstehen. Zusätzlich sind Bildsprünge aufgefallen, die auf ausgelassene Frames hindeuten. Dennoch hat der Film eine Qualität, die von der Jury einstimmig mit dem Prädikat WERTVOLL beurteilt wurde.