Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer

Filmplakat: Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer

FBW-Pressetext

MISTER LINK – EIN FELLIG VERRÜCKTES ABENTEUER erzählt als großer Animationsspaß für die ganze Familie die Geschichte eines Entdeckers, der sich aufmacht, um die Existenz eines urzeitlichen Vorfahren des Menschen zu beweisen. Und auf ein Wesen trifft, das so ganz anders ist, als er erwartet hätte.

Es ist nicht nur Abenteuerlust, die Sir Lionel Frost antreibt. Für den leidenschaftlichen Entdecker würde sich sein größter Wunsch erfüllen, wenn er endlich in den berühmten Londoner Club für Entdecker und Abenteurer aufgenommen würde. Doch der hochnäsige Lord Piggot-Dunceby hält Lionel dieses Clubs nicht für würdig. Als Lionel einen Brief aus Amerika erhält mit dem Hinweis auf einen urzeitlichen Vorfahren des Menschen, der sich noch heute in den Wäldern herumtreibt, macht er sich sofort auf die lange Reise. Natürlich kann er nicht ahnen, dass es sich bei dem Ungeheuer um ein schüchternes und mit guten Manieren ausgestattetes Wesen handelt, das lesen und schreiben kann und begierig darauf ist, neue Bekanntschaften zu machen. Lionel will nun zusammen mit „Mister Link“, wie er das Wesen nennt, nach London reisen, um zu beweisen, was für ein respektabler Forscher er wirklich ist. Im Gegenzug verspricht er Mister Link, ihn zum Himalaya zu bringen. Denn dort gibt es Yetis. Und die sind Mister Link zumindest äußerlich sehr ähnlich. Chris Butlers Stop-Motion-Animationsabenteuer MISTER LINK – EIN FELLIG VERRÜCKTES ABENTEUER ist handwerklich bis ins kleinste Detail liebevoll gestaltet und beweist, dass es nicht nur große Hollywoodproduktionen sind, die im Animationsbereich mit ihrer Kreativität begeistern. Die Figuren sind in ihrer Charakterzeichnung oftmals gegen den erwartbaren Strich gebürstet. Der ehrgeizige Forscher ist zwar raffiniert und auf Prestige aus, hat aber doch das Herz auf dem rechten Fleck. Und die vermeintlich schreckliche Urzeit-Kreatur entpuppt sich als gutherziges und liebenswürdiges Wesen, das keiner Fliege etwas zu Leide tun kann. Mit Adelina Fortnight gibt es dazu noch eine weibliche Abenteuerin, die zwar an der Seite des so lustig-verplanten Dreamteams kämpft, aber doch ihren eigenen Weg geht. Rasante Verfolgungsjagden quer durch Amerika, London und den Himalaya sorgen für Spaß und großes Tempo. Doch der Film überfordert die Zielgruppe nicht, bringt auch immer wieder ruhige Sequenzen und arbeitet zudem mit viel Witz und Verstand, auf Bild- und Tonebene, wozu die exzellente Synchronfassung – unter anderem mit den Stimmen von Christoph Maria Herbst, Bastian Pastewka und Collien Ulmen-Fernandez – einen bedeutenden Teil beiträgt. Ein riesengroßer Spaß für die ganze Familie.

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Spielfilm; Kinder-/Jugendfilm
Regie:Chris Butler
Drehbuch:Chris Butler
Musik:Carter Burwell
Jugend Filmjury:Lesen Sie auch, was die Jugend Filmjury zu diesem Film sagt...
Länge:95 Minuten
Kinostart:30.05.2019
Verleih:Entertainment One
Produktion: Laika Entertainment
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Es ist ihm nicht nur gelungen, Nessie aufzuspüren, sondern beinahe hätte er es auch geschafft, das sagenhafte Seeungeheuer zu fotografieren. Doch dann ging im letzten Moment etwas schief, und so blieb Sir Lionel Frost den Beweis schuldig, den er für die lang ersehnte Aufnahme in den exklusiven Club der Entdecker und Abenteuer so dringend gebraucht hätte. Dort macht man sich über den exzentrischen Kryptozoologen, der weltweit nach Kuriositäten forscht, einfach nur lustig. Aber als Sir Lionel ein Brief ins Haus flattert, der ihn auffordert, in den tiefen Wäldern im Nordwesten der USA nach dem sagenumwobenen Sasquatch zu suchen, schließt er mit dem Vorsitzenden des Clubs eine Wette ab: Wenn es ihm gelingt zu beweisen, dass es sich bei dem haarigen Riesen um einen Abkömmling einer urzeitlichen Primaten-Gattung handelt, das „Missing Link“ in der Entwicklung zum Menschen sozusagen, wird er zum Clubmitglied ernannt. Sir Lionels Expedition ist überraschenderweise alles andere als schwierig, denn der Sasquatch hat den Brief selbst verfasst. Es handelt sich um ein freundliches Wesen mit guten Manieren, das sich einsam fühlt und mit Hilfe des Forschers seine entfernten Verwandten, die Yetis, im Himalaya treffen möchte. Dazu ist Sir Lionel gern bereit, wenn der Sasquatch, den er Mister Link nennt, im Gegenzug in London seine Existenz unter Beweis stellt. Nicht ahnend, dass der Club längst Schurken auf sie angesetzt hat, die dies unbedingt verhindern sollen, begeben die beiden sich auf ein wildes Abenteuer um die halbe Welt.

MISTER LINK ist im Grunde ein klassischer Abenteuerfilm im Breitwandformat, bei dem die Protagonisten in exotischem Ambiente agieren und ein Schauplatz spektakulärer ist als der andere. Dabei führen rasante Verfolgungsjagden mit Bahn und Schiff, auf Elefanten und zu Fuß quer durch Amerika, übers Meer bis in den Himalaya und sorgen für Spannung und Tempo. Doch die freundlich-unerschrockenen Helden sind nicht aus Fleisch und Blut, und die sie umgebenden Welten sind nicht real, sondern es handelt sich um eine gelungene Kombination von klassischer Stop-Motion-Animation mit Computeranimation, die die Qualitäten beider Methoden vereint und sich durch liebenswerten Charme und technische Brillanz auszeichnet.

Vor allem aber handelt es sich um eine ebenso spannende wie amüsante Geschichte, die mit großem Ideenreichtum und viel Liebe zum Detail ausgestaltet wurde und viele überraschende Momente und Wendungen bereithält. Das nostalgische Ambiente, intelligente Anspielungen und reichlich Humor sorgen dafür, dass sich Zuschauer aller Altersgruppen gut unterhalten fühlen. Die Charaktere sind sehr charmant und facettenreich gestaltet und machen im Laufe der Geschichte einen gewissen Wandel durch. Der ehrgeizige und snobistische Sir Lionel, der zunächst stets auf sein Renommee und seinen Vorteil bedacht ist, wird in Gesellschaft des liebenswürdigen, treuherzigen Riesen Mister Link zum verantwortungsvollen Team-Player. An der Seite dieses Gespanns, das an berühmte literarische Paare wie Sherlock Holmes und Watson oder Phileas Fogg und Passepartout aus Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“ erinnert, entwickelt sich die exzentrischen Adelina Fortnight zur kühnen Abenteurerin, die schließlich ihrer eigenen Wege geht. Die deutschen Stimmen von Christoph Maria Herbst, Bastian Pastewka und Collien Ulmen-Fernandez betonen diese Charaktere und tragen zu einer gelungenen deutschen Synchronfassung bei.

MISTER LINK – EIN FELLIG VERRÜCKTES ABENTEUER bietet charmante und spannende Unterhaltung für die ganze Familie.