Mein Leben als Hund

VÖ-Datum: 19.01.15
1985
Filmplakat: Mein Leben als Hund

Kurzbeschreibung

Schweden Ender der 50er Jahre. Episoden aus dem Leben eines 12jährigen Jungen, der unter schwierigen familiären und sozialen Bedingungen aufwächst und nach dem tod der Mutter bei einem Onkel unterkommt.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Spielfilm
Regie:Lasse Hallström
Darsteller:Anton Glanzelius; Manfred Serner; Anki Lidén
Länge:101 Minuten
VÖ-Datum:19.01.2015
Verleih:Filmverlag der Autoren
Produktion: AB Svensk Filmindustri, Stockholm
FSK:12
BD EAN-Nummer:4260394330350
DVD EAN-Nummer:4260394330343
Anbieter-Link:ksmfilm.de
DVD Extras:Trailer, Bildergalerie

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Kein Kinderfilm, aber ein Film über Kinder und für Kinder in Verbindung mit Diskussionen sei dies nach übereinstimmender Auffassung des Bewertungsausschusses. Und zwar eine der überzeugendsten Produktionen dieses Genres. Das Spiel um den Jungen Ingemar, der in einer schwierigen sozialen Situation aufwächst und eine keineswegs leichtere Pubertät durchmacht, ist von einem erfahrenen und verantwortungsbewussten Regisseur auf eine künstlerische Ebene gehoben worden, die konsequent eingehalten wird. In der anspruchsvollen Story, die ihre Episoden zu reizvollen Handlungssträngen verschachtelt, wird die Nachvollziehbarkeit einer komplizierten Kinderwelt ermöglicht, halten Heiterkeit und Tragik sich die Waage, werden idyllische Szenen stets von ernsthaften konterkariert und Konflikte nicht ausgeklammert.
Dabei bleibt die Form der kindlichen Erzählung stets gewahrt, aus der heraus die Vorgänge sich entwickeln. Auf diese Weise wird auch der Titel glaubhaft gemacht, der den Zuschlupf andeutet, in den der Junge sich zurückzieht, wenn er sich bedroht fühlt. An der Seite des Hundes, seines besten Freundes, ist er jemand, der keine Entscheidungen treffen muss und alle Schicksalsschläge ignorieren kann.
Regie und Buch entsprechen den höchsten Anforderungen innerhalb dieser filmischen Gattung. Im Mittelpunkt des Ensembles steht ein Junge, dem die Rolle auf den Leib geschrieben zu sein scheint. Seinem Spiel und den überzeugenden Darstellungen der anderen sowie den Handlungsräumen passt sich die Kamera sensibel an.