König der Raben

Filmplakat: König der Raben

FBW-Pressetext

Kraftvolles Drama über gesellschaftliche Außenseiter, das durch seine starken Darsteller*innen überzeugt.

Der illegal in Deutschland lebende Darko fühlt sich zu nichts und niemandem zugehörig. Bis er auf Alina trifft, mit der er eine Beziehung beginnt. Doch einfacher wird sein Leben dadurch nicht. In seinem Film erzählt Piotr J. Lewandowski auf poetische und authentische Weise von Menschen, die als Außenseiter in einer Gesellschaft leben, von der sie nie ein Teil werden können.

Der zweite Spielfilm in der Regie von Piotr J. Lewandowski (ko-geschrieben mit Denise Langenhan, Finn Ole Heinrich, Dan Olteanu und Carsten Strauch) überzeugt durch seine starken Darsteller*innen und die Konzentration auf die vielen zwischenmenschlichen existenziellen Dramen. Dabei stehen für Lewandowski die Menschen im Vordergrund, die oftmals Opfer ihrer Umstände sind und trotz aller Widerstände versuchen, sich ein eigenes Leben und Glück aufzubauen, wenn auch in der Fremde, in der sie nie ganz ankommen können. Sinnbildlich dafür stehen für die Figur von Darko die Tauben, die er mit großer Liebe aufzieht und die für ihn Freiheit und Unschuld symbolisieren. Die Kamera von Jan Prahl findet gerade in ruhigen Sequenzen immer wieder traumhaft schöne Bilder, in denen man die große Kraft spürt, die die Geschichte in sich trägt und in der sich die Härte der Realität mit der Kraft der Fantasie vermischt. In der Hauptrolle des Darko überzeugt Malik Blumenthal mit seiner frischen und körperlichen Darstellung, ihm zur Seite steht dazu ein starkes, äußerst gut miteinander agierendes Ensemble, darunter auch Antje Traue als Alina. Ein Film, der ein wichtiges Thema erzählt und lange im Gedächtnis bleibt.
Prädikat besonders wertvoll

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Das Gutachten folgt in Kürze.