Hollywood killed me

Kurzbeschreibung

Auf verschiedenen Ebenen (Nachgestelltes, Dokumentarisches, Zitate) angesiedelte Reflexion auf Hollywood und seine starmordende Geschichte.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Kulturfilm
Regie:Dorothee Wenner
Länge:16 Minuten
Produktion:

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Der Bewertungsausschuss hat dem Film mit 4:1 Stimmen das Prädikat "wertvoll" erteilt.

Hollywood als eine Stätte, bei der Glanz und Elend dicht nebeneinander liegen, bildet den Hintergrund für diesen Kurzspielfilm. Auf die eine oder die andere Art tötet Hollywood seine Stars, die entweder Selbstmord begehen, oder deren Existenz bis in die Grundfesten erschüttert wird. Eine ehemalige Diva wird hier als Beobachterin eingesetzt, die die oftmals tragische Geschichte der Großen Hollywoods kommentiert. In ihrem Schicksal läuft all das zusammen, was Glanz und Elend Hollywoods ausmachen. Sie erinnert sich bei ihrem Gang durch die Stadt, bei dem sie auch alte Stätten offenbar ihres eigenen Ruhms besucht, an jene tragischen Ereignisse, die ihr eigenes Leben und das Leben anderer Opfer verändert haben.

Es handelt sich um einen Kurzspielfilm mit dokumentarischen Elementen, der sein durchaus hartes, oftmals brutales Thema bis in die letzte Konsequenz durchführt. Fragwürdig ist dabei allerdings, ob man Selbstmord als Unterhaltung inszenieren kann. Als Gegen-Argumente wurden auch angeführt, dass die hier gezeigten Selbstmordarten, von der tödlichen Heroinspritzen bis zum Ertrinken, für labile Jugendliche verführerisch und deshalb gefährlich wirken könnten. Der Ausschuss sieht aber in dem Film vor allem einen Kommentar über die Morbidität Hollywoods und über die Kehrseite des Glamours. Der Selbstmord wird inszeniert wie die Szene aus einem Film - Realität und Film vermischen sich auf entsetzliche Weise.