Filmplakat: Eden

Kurzbeschreibung

Es ist lange her, dass Adam und Eva die Erde bewohnt haben. Einen Ort an dem man sich frei bewegen konnteohne sich zu verstellen, zumindest dachten sie es. "Eden" ist die queere Geschichte von Adam und Eva in modernen Zeiten.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama; Kurzfilm
Regie:Gustavo Ruiz Luna
Drehbuch:Gustavo Ruiz Luna
Kamera:Eduardo Matlos
Schnitt:Gustavo Ruiz Luna
Musik:Alberto Palomo
Länge:15 Minuten
Produktion: Light's On Producciones
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Der Film EDEN erzählt in ruhigen, schönen Bildern eine Dreiecksgeschichte zwischen Fynn, Hannah und Lukas. Die drei jungen Leute leben in Berlin, verbringen offenbar viel Zeit miteinander, sie sind sich vertraut. Sie gehen zusammen schwimmen in den Grunewald. Die beiden Männer sind sich erotisch nah. Hannah begehrt Fynn ebenso wie Lukas ihn begehrt. Als Fynn auf das Verführungsangebot von Hannah eingeht, läuft Lukas gekränkt und kopflos weg, durch den Wald. Er begegnet einem Mann, der ihm eindeutig Sex anbietet. Eine Phantasie? Ein reales Erlebnis? Ein erotischer Wunschtraum? Hannah rennt verzweifelt durch den Wald, um Lukas wiederzufinden. „Es gibt keinen Weg zurück“ lautet der letzte Satz im Film.

Die Jury betrachtet den Ansatz, das Gefühlschaos unter jungen Menschen und ihre potentiell multiple sexuelle Orientierung in einem reduzierten, fast laborartigen Setting einmal durchzuspielen, als sehr interessant. Absolut reizvoll auch, ein Beziehungsdreieck zu wählen, das schon strukturell hoch störungsanfällig ist; Wenn zwei sich zusammenfinden, ist die dritte Person ausgeschlossen. Kritisch bemerkt die Jury an, dass sich die verschiedenen Einfälle des Films nicht richtig zu einem schlüssigen und überzeugenden Ganzen zusammenfügen. Zudem vermögen die jugendlichen Schauspieler – darüber hinaus auch mit symbolischen Gesten teilweise überfrachtet – dieses Labor sexueller und emotionaler Befindlichkeiten nicht durchgehend überzeugend zum Ausdruck zu bringen. Auch die vom Regisseur gewählte Auflösung hinterlässt bei der Jury eine gewisse Ratlosigkeit.

In Abwägung aller Argumente und aufgrund der eindeutigen vorliegenden filmischen Qualitäten zeichnet die FBW-Jury den Film gerne mit dem Prädikat „wertvoll“ aus.