Filmplakat: Dodo

FBW-Pressetext

Dodo ist ein Kind, das von seiner Familie geliebt wird. Doch eines Tages muss es miterleben, wie sein Vater, der ein großer blauer Vogel ist, wegfliegt und nicht zurückkehrt. Das Trauma des Verlassenwerdens stürzt den kleinen Menschen in eine tiefe Krise, in der er umherirrt und sich nicht weiterentwickeln kann. Doch dann geschieht etwas, was für Dodo eine ganz neue Welt eröffnet. Die Filmemacherin Yi Luo, die an der Filmakademie Ludwigsburg studiert, gestaltet ihren Kurzanimationsfilm wie einen surrealen Traum. Wirklichkeit und Fantasie verschwimmen ebenso wie die Farben, die aus dem dynamischen Miteinander eine kraftvolle Energie zaubern.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Drama; Kurzfilm
Regie:Yi Luo
Drehbuch:Yi Luo
Kamera:Sarah Schulz; Laura Staab; (Animation) Yi Luo; Bianca Scali; Sabine Volkert; Oscar Bittner
Schnitt:Yi Luo
Musik:Hannes Bieber
Länge:12 Minuten
Verleih:Filmakademie Baden-Württemberg
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH
Förderer:Filmakademie Baden-Württemberg

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

In dem gut 12 Minuten langen Animationsfilm erlebt ein Kind mit dem Namen Dodo, wie sein Vater, der ein großer blauer Vogel ist, wegfliegt und nicht zurückkehrt. Das Trauma des Verlassenwerdens stürzt den kleinen Menschen in eine tiefe Krise, in der er umherirrt und sich nicht weiterentwickeln kann. Bis er dann in den Leib seiner Mutter zurückkehrt und wiedergeboren wird. Die einzelnen Phasen seiner Entwicklungsgeschichte bleiben geheimnisvoll und auch sonst scheint der Film eher einer surrealen Traumlogik zu folgen. Lange ist der Vatervogel in seinem leuchtenden Blauton das einzige Farbelement inmitten der tiefschwarzen Kohlestriche des Zeichentrickfilms, und erst wenn Dodo sich seiner Mutter annähert, wird das Bild in warmen Rottönen farbig. Der Filmemacherin Yi Luo gelingt es mit ihren surrealen Bildern eine poetische Grundstimmung zu erzeugen, die die Jury gefangen nahm. Doch bei der ausführlichen Diskussion der Jury wurde die Meinung vertreten, dass die fehlende Stringenz der Erzählung durch ein noch nicht ganz ausgereiftes Drehbuch erklärt werden kann. So hat sie sich, im Anschluss an eine ausführliche Diskussion und in Abwägung aller dargebrachten Argumente, für die Vergabe des Prädikats ‚wertvoll‘ entschieden.