Die kalte Wut des Makalu

Kurzbeschreibung

1986: Wintererstbesteigung des Makalu im Himalaya, 2-Mann-Expedition. 17 Jahre später: Werner Herzog an diesem Ort auf Spurensuche.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Kurzfilm
Regie:Dorit Kiesewetter; Carsten Knoop
Drehbuch:Dorit Kiesewetter; Carsten Knoop
Länge:21 Minuten
Produktion: abz abbildungszentrum ohg
FSK:6
Förderer:KJDF

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Es gab einmal einen großen Regisseur und Autor der 68er–Ära im deutschen Film, der extreme Filme machte und extreme Anforderungen an Teammitglieder und an sich selbst stellte. Natürlich ließ er im Amazonas ein komplettes Dampfschiff über einen Berg ziehen, marschierte zu Fuß von München nach Paris um Lotte Eisner zu besuchen, bestieg einen 6000er in Patagonien und wollte mit Messner einen Achttausender im Himalaya bezwingen, was dieser aber verhinderte und ihn zwangsweise im Basislager auf 5000 Meter zurückließ. Gascherbrum hieß der Berg. Und jetzt besteigt Werner Herzog wieder einen Himalayagipfel auf Spurensuche einer Expedition 17 Jahre zuvor. Nur ist es nicht Werner Herzog, sondern Christian Schwanenberger, der Herzog in Sprache und Sprachduktus so trefflich imitiert, daß man – bei geschlossenen Augen – Herzog leibhaftig zu hören glaubt. Ein Schwindel der besonderen Art und gleichzeitig hemmungslos albern. Ein Amüsement voller Spiel- und Experimentierfreude und ein Spiel mit den unterschiedlichsten filmischen Materialien. Kein Meisterwerk der Filmgeschichte, aber ein Meisterwerk des Nonsens. Aber nur für Kenner von Werner Herzog!