Der Tag der Kinder

Jurybegründung

Nach der Auffassung der überwiegenden Mehrheit des Bewertungsausschusses handelt es sich hier um das Musterbeispiel einer gelungenen Dokumentarreportage mit künstlerischem Anspruch. Der Bericht von Daseinskamp einer Familie in Costa Rica, die auf die Mitarbeit ihrer Kinder im Alter von 6 - 13 Jahren nicht verzichten kann, wird dem Zuschauer eindringlich nahegebracht, zeitweilig geht er ihm sogar unter die Haut.

Die Kamera bleibt überwiegend bei dieses Zeitungen verkaufenden Kindern und zeigt sie und ihre deprimierende und ungesunde Arbeitswelt fast ausschließlich aus der kindlichen Perspektive. An der Veränderung ihrer Gesichter ist der strapaziöse Ablauf des Tages abzulesen. Mit nur knappem, ohne Emotionen aufkommenden Kommenatr greift der Autor zuweilen erklärend in das Geschehen ein. Wenn dem Zuschauer durch dieses Film nicht nur Informationen, sondern darüber hinaus auch Stimmungswerte vermittelt werden, dann ist die das Verdienst der Kamera, des sorgfältigen Schnitss und des Tons, der sich auf die Übertragung der entnervenden Originalgeräusche des Straßenverkehrs beschränkt.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Dokumentarfilm
Regie:Karl Schedereit
Drehbuch:Karl Schedereit
Kamera:Jair Ganor
Schnitt:Karl Schedereit
Länge:42 Minuten

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Nach der Auffassung der überwiegenden Mehrheit des Bewertungsausschusses handelt es sich hier um das Musterbeispiel einer gelungenen Dokumentarreportage mit künstlerischem Anspruch. Der Bericht von Daseinskamp einer Familie in Costa Rica, die auf die Mitarbeit ihrer Kinder im Alter von 6 - 13 Jahren nicht verzichten kann, wird dem Zuschauer eindringlich nahegebracht, zeitweilig geht er ihm sogar unter die Haut.
Die Kamera bleibt überwiegend bei dieses Zeitungen verkaufenden Kindern und zeigt sie und ihre deprimierende und ungesunde Arbeitswelt fast ausschließlich aus der kindlichen Perspektive. An der Veränderung ihrer Gesichter ist der strapaziöse Ablauf des Tages abzulesen. Mit nur knappem, ohne Emotionen aufkommenden Kommenatr greift der Autor zuweilen erklärend in das Geschehen ein. Wenn dem Zuschauer durch dieses Film nicht nur Informationen, sondern darüber hinaus auch Stimmungswerte vermittelt werden, dann ist die das Verdienst der Kamera, des sorgfältigen Schnitss und des Tons, der sich auf die Übertragung der entnervenden Originalgeräusche des Straßenverkehrs beschränkt.