Filmplakat: concrete dust

Kurzbeschreibung

„Concrete dust” ist ein Geflecht aus Momenten in einer undefinierten postsowjetischen Peripherie. Pastellfarben, staubige Oberflächen und folkloristische Artefakte bestimmen die Bilder. Die einzelnen Einstellungen werden vom Zustand der Starre und Stagnation bestimmt.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Dokumentarfilm; Experimentalfilm; Kurzfilm
Regie:Viktor Brim
Drehbuch:Viktor Brim
Kamera:David Schittek; dede
Schnitt:Viktor Brim
Länge:23 Minuten
Verleih:Kunsthochschule für Medien Köln
Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln
Förderer:BKM; Kunsthochschule Köln

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Mit Nebel vor der Kamera beginnt der Film.
Irgendwo in einer ehemaligen Sowjetrepublik vermittelt CONCRETE DUST Impressionen poststalinistischer Plattenbau-Wirklichkeit. Fast spürbar ist die große Hilflosigkeit nach dem Zusammenbruch des Systems, es ist kein pulsierendes Leben zu erkennen, und dennoch leben die Menschen. Sie leben mit den Schamanen, was wie eine Rückbesinnung auf die Zeiten von früher erscheint.
Vielleicht steht der Nebel, der zu Beginn des Films aufmacht, auch ein wenig für den Nebel, in dem der Zuschauer mit seinen Vermutungen und Interpretationen über den Film verbleibt. Denn im Verlauf der Diskussion zeigte sich, dass einigen Jurymitgliedern zu viele Fragen zu offen bleiben.
Filmhandwerklich jedoch vermochte CONCRETE DUST zu überzeugen. Die statische Kamera passt sich dem Rhythmus der Montage angemessen an und die Bilder entwickeln in ihrem Ablauf einen sehr ruhigen Takt und eine meditative Stimmung. Dies macht CONCRETE DUST zu einer künstlerischen und auch in sich schlüssig gestalteten Studie. Aufgrund seiner gestalterischen Qualität wird CONCRETE DUST von der Jury mit dem Prädikat „wertvoll“ ausgezeichnet.