Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand

Kinostart: 22.11.18
2017
Filmplakat: Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand

FBW-Pressetext

CHARLES DICKENS: DER MANN, DER WEIHNACHTEN ERFAND verknüpft auf bezaubernde Weise die weltberühmte Weihnachtsgeschichte von Dickens mit dessen eigener Biographie.

London, 1843: Charles Dickens weiß nicht mehr weiter. Seine letzten drei Bücher sind allesamt schlecht verkauft, sein Verlag will ihm kein Geld mehr geben, sein Haus will renoviert und die Familie ernährt werden. Aber was soll er denn bloß machen, wenn die Inspiration ausbleibt? Doch dann, eines Abends, durchfährt ihn ein Geistesblitz. Warum nicht eine Geschichte über Weihnachten schreiben? Seine Verleger sind alles andere als begeistert. Denn im 19. Jahrhundert ist Weihnachten ganz und gar nicht dazu geeignet, um damit irgendein Geschäft zu machen. Doch Dickens bleibt hartnäckig und möchte das Buch selbst herausbringen. Wenn er es denn mal fertig schreiben kann. Denn regelmäßig erhält er in seinem Arbeitszimmer Besuch von einem alten Mann, der sich Ebeneezer Scrooge nennt. Und der so seine ganz eigenen Ansichten hat, wie und was Charles Dickens schreiben sollte. Der Weihnachtsfilm CHARLES DICKENS: DER MANN, DER WEIHNACHTEN ERFAND verbindet auf bezaubernde Weise die Biographie des berühmten Autors mit einer seiner bekanntesten Geschichten überhaupt. Das Ergebnis ist ein berührender und äußerst unterhaltsamer Mix aus historischen Fakten und Fiktion. Dan Stevens sprüht als Charles Dickens vor liebenswertem Charme und kreativer Energie, und Christopher Plummer ist als griesgrämiger Ebeneezer Scrooge, der sein gutes Herz hinter einer rauen Schale versteckt, die absolute Idealbesetzung. Ein spritziges Drehbuch und eine sorgfältige Ausstattung unterstützen die wohlig weihnachtliche Stimmung, die der Film verbreitet. Der perfekte Film für die Vorfreude aufs Fest.

Filminfos

Gattung:Drama; Spielfilm; Biopic
Regie:Bharat Nalluri
Darsteller:Dan Stevens; Mark Schrier; Patrick Joseph Byrnes; Miriam Margolyes; Morfydd Clark
Drehbuch:Susan Coyne
Buchvorlage:Les Standiford
Kamera:Ben Smithard
Schnitt:Stephen O'Connell; Jamie Pearson
Musik:Mychael Danna
Jugend Filmjury:Lesen Sie auch, was die Jugend Filmjury zu diesem Film sagt...
Länge:104 Minuten
Kinostart:22.11.2018
Verleih:KSM
Produktion: Mazur / Kaplan Company, The Mob Film Company; Parallel Films; Rhombus Media;
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Am 19. Dezember 1843 sorgte die erste Ausgabe von „A Christmas Carol“ von Charles Dickens für lange Schlangen vor den Buchläden in London. Heute gehört der kleine Band zu den meist verkauften und gelesenen Büchern weltweit und hat damit das Bild von London in dieser Ära und von Weihnachten geprägt. Mehrmals wurde es verfilmt, sogar Kermit, Miss Piggy und ihre Freunde aus der Muppets Show agierten in einer farbenfrohen Version, die dem Geist der Geschichte treu blieb.
Nach dem Muster von SHAKESPEARE IN LOVE erzählt die Mischung aus Biopic und Weihnachtsgeschichte vom Entstehen der Erzählung. Er gibt dabei einen tiefen Einblick in die Seele von Charles Dickens, der nach dem Welterfolg von „Oliver Twist“ finanziell ein gemachter Mann ist. Oder zumindest eine Zeitlang war. Nach dem Erfolg hat er seiner Familie ein Haus gebaut, drei Flops geschrieben und leidet unter einer Schreibblockade.
Ein irisches Hausmädchen erzählt ihm die alte Legende von drei Geistern, die am Heiligen Abend auf die Erde kommen. Diese Vorstellung ist der Startschuss für das Buch, das Dickens mit Beobachtungen seiner Familie, Freunde und seiner Zeitgenossen spickt. Um jedoch einen stimmigen Schluss zu finden, muss er sich erst den eigenen Dämonen stellen, die seine Seele seit seiner Kindheit überschatten.
Dieses Spiel mit dem Wiedererkennen von Fakten und Fiktion gibt dem Film die besondere Würze und seinen Witz, zumal Christopher Plummer als Geizhals Scrooge und auch die anderen Figuren aus dem Buch lebendig und ständige Begleiter von Dickens werden. Dabei setzt der Film auf den reinen Wiedererkennungswert der Romanfiguren mit ihren Vorbildern, weitere Abgründe oder auch mehr Tiefe werden ihnen nicht gegeben. Daher wirkt die Handlung nach Ansicht der Jury oft ein wenig vorhersehbar und klischeehaft.
In Ausstattung und Kostümen schafft der Film ein farbenfrohes Abbild der Welt, die Dickens beschreibt. -Für eine typische Weihnachtsgeschichte funktioniert dies ganz wunderbar, als ein historisch authentisches London von Dickens selbst wirkt es in den Augen der Jury jedoch ein wenig zu steril, oberflächlich und kitschig.