Der Wechsel

Filmplakat: Der Wechsel

FBW-Pressetext

Ein Paar betritt ein Hotel und möchte sich ein Zimmer anschauen, das Geld hinterlegt der Mann als Kaution. Der klamme Hotelbesitzer ist begeistert. Endlich kann er seine Schulden beim Wäschereibesitzer tilgen. Und auch dieser freut sich. Denn er schuldet seinem Vermieter noch Geld. Wer glaubt, nun sei das Ende der Kette erreicht, der sollte sich in Ruhe DER WECHSEL ansehen, den höchst charmanten Kurzstummfilm von Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler. Nicht nur ist das 6-minütige Werk voller Anspielungen auf die großen Ikonen der Stummfilmzeit, die sich in den vielen liebevoll erdachten und ausgestatteten Figuren des Reigens wiederfinden, und ein augenzwinkernder Seitenhieb auf die aktuelle Problematik der europäischen Schuldenkrise. Der Film ist auch und gerade eine Verbeugung vor dem französischen Kamera-Konstrukteur André Debrie, dessen 1908 entwickelte Handkurbelkamera „Debrie Le Parvo“ die europäische Standardkamera der Stummfilmära wurde und mit deren wunderbaren Bildern auch DER WECHSEL entstanden ist. Ein treffsicher inszeniertes Kurzfilmvergnügen.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Kurzfilm
Regie:Markus Mischkowski; Kai Maria Steinkühler
Drehbuch:Markus Mischkowski
Kamera:KaPe Schmidt
Schnitt:Bernhard Reddig
Musik:Robert Nacken; Pedja Avramovic
Länge:6 Minuten
Kontakt:info@westendfilme.de
Produktion: Westendfilme - Markus Mischkowski
Förderer:Film- und Medienstiftung NRW

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll


Der Stummfilm von Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler mit dem treffenden Untertitel „Le parapluie grec – der griechische Regenschirm“ erzählt wie ein entliehener 50 Euro Schein die Besitzer wechselt und dabei alle Schulden tilgt. Der Hotelboy kann die Wäsche bezahlen, der Wäschemann seine Miete, der Vermieter die zärtlichen Dienste des süßen Blumenmädchens und dieses das Zimmer im Hotel. Auch wenn am Ende der Geldschein wieder weg ist, so sind doch während seiner Zirkulation alle Schulden beglichen worden.
Der Film schafft es in kurzer Zeit eine ganze Geschichte zu erzählen. Mit großer Sorgfalt bei Kostüm, Maske, Ausstattung und Musik entstand ein bezaubernder Stummfilm, dessen Figuren durchweg stimmig sind und von den Schauspielern wunderbar interpretiert wurden. Als zusätzlichen Mehrwert bereichern viele Reminiszenzen – von Nosferatu bis Jacques Tati – diesen liebenswerten Film, den die Jury einstimmig mit dem Prädikat besonders wertvoll auszeichnet.